Kulturnews

Ingo Knechtel:

Immer wieder Neues,

mit Hoffnung verbunden, ja auch mit Neugier blicken wir auf das vor uns liegende neue Jahr. Wohl kaum jemand gibt sich mit einem nostalgischen Blick zurück zufrieden. Das Leben selbst ist ständige Veränderung. Die derzeitige Ausstellung der schwedischen Fotografin Ann-Christine Jannson in der Fotogalerie Friedrichshain, der sie gemeinsam mit dem Kulturring den Titel „Umbrüche“ gab, zeigt eindrucksvoll, wie die Jahre der Umwälzungen in dieser Stadt die Menschen und damit das Leben Berlins verändert haben. Peter Wensierski von Spiegel Online kommt beim Betrachten der Bilder folgender Gedanke, der alles auf den Punkt bringt: „Viele haben sich...

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Hannelore Sigbjoernsen:

Auf ein Neues in 2019!

In unserem Haushalt gibt es einen Kaffeetopf mit der Aufschrift „Keep calm and carry on“. Heißt: „Bleibe gelassen und mache weiter“. Eine Prämisse, die sich der derzeit amtierende Vorstand unseres Vereins nach allen Turbulenzen in 2018 auf die Fahne geschrieben hat – schreiben müssen, sonst ginge es nicht weiter – mit dem Verein und seinen Mitgliedern nicht, auch nicht mit den Projekten und den darin tätigen Mitarbeitern.

Seit Juni 2018 hat der Kulturring einen neuen Geschäftsführer. Er musste/muss sich einarbeiten, das Team, die Projekte und die berlinweit verstreuten 16 Einrichtungen des Vereins kennenlernen, muss sich den Ämtern und...

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Hans Peter Klausnitzer:

Poesie in Bildern – vielsagend oder missverständlich? Anmerkungen zur Ausstellung „...und des Menschen Größe“

Christine Perthen zum Becher-Gedicht „‘s war nicht die Zeit“

Dichtung in Bilder(n) zu „fassen“, einem dichterischen Werk mittels Grafik oder Fotografie „beizukommen“: Wie schwierig – und wenn es gekonnt wird – wie spannend und beeindruckend, so wunderbar an- wie aufregend das sein kann, lässt sich seit dem 18. November im Berliner Schloss Biesdorf sehen. Dort wird die vor 30 Jahren vom Kulturbund der DDR angeregte Kunst-Mappen-Edition „...und des Menschen Größe“ zur erneuten Besichtigung gezeigt, weil wiederentdeckt im Kunstarchiv Beeskow von Florentine Nadolni. Bei ihrer Begrüßung der weit über 70 Besucher zur Ausstellungs-Eröffnung konstatierte die Archiv-Leiterin ein spürbares „Flirren im Raum“,...

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Hanno Schult:

18 / 19 Der Krieg nach dem Krieg / Das empfehlenswerte historische Buch zum 100. Gedenkjahr

Vertragsunterzeichnung im Spiegelsaal von Versailles; Helen Johns Kirtland (1890-1979) and Lucian Swift Kirtland (died 1965), US National Archives

Runde historische Gedenkjahre werden in der Regel nicht nur von Historikern gerne als Marketing-Instrument genutzt, um neuere Forschungsergebnisse und Interpretationen zu historischen Ereignissen einem interessierten Leserkreis zu präsentieren, sondern diese bieten auch einer interdisziplinär ausgerichteten schreibenden Zunft oft die Möglichkeit, den Rohstoff Geschichte zu bearbeiten, um diesen dann im populärwissenschaftlichen Rahmen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Genau in dieses Genre fällt die neueste Arbeit des Historikers, Publizisten und Rhetorikers Andreas Platthaus zum Krieg nach dem Kriege im besiegten und von...

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Georg Bothe:

Peter Hoffmann – Ein Atelierbesuch

Böhmische Landschaft, Aquarell 2003; Abb.: Peter Hoffmann

Den Auftakt des neuen Ausstellungsjahres im STUDIO BILDENDE KUNST - Werkstattgalerie wird Peter Hoffmann bestreiten. Anlässlich seines 85. Geburtstags zeigt der Kulturring unter dem Titel „Rückblick“ Arbeiten aus nahezu siebzig künstlerisch ertragreichen Jahren. In einem früheren Artikel über Peter Hoffmann findet man folgenden Satz, die regenerative Kraft der Kunst betreffend: „Die Malerei war immer ein wichtiger Gegenpol zu meiner Arbeit. Der schöpferische Prozess wird angeregt, die Akkus wieder aufgeladen.“ Und das ist dem Jubilar jederzeit anzumerken, er sprüht geradezu vor Aktivität. Das durfte ich erst kürzlich, beim obligatorischen...

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Mit offenem Auge / Projekt Gedenktafeln und Mahnmale in Tempelhof-Schöneberg

Rote Schleife an der Urania; Foto: Kulturring

Nachdem das Kulturring-Projekt „Kunst im öffentlichen Raum Tempelhof-Schöneberg“ soviel Anklang erfuhr – wir berichteten über die Anfragen und Kooperationen – hoben wir mit Unterstützung des Bezirksamtes und Jobcenters ein Anschlussprojekt aus der Taufe, das die vielen Gedenktafeln und Mahnmale im Bezirk Tempelhof-Schöneberg aktuell erfasst und katalogisiert.

Im November 2018 starteten also drei engagierte MitarbeiterInnen, die im Rahmen des zum Ende 2018 bundesweit auslaufenden FAV Programmes (Förderung von Arbeitsverhältnissen) tätig sind, mit einer weiteren spannenden Mammutaufgabe. Doch wo beginnen? Jolanta Kornas, Daniel Dos Santos und...

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Monika Müller:

Bufdis live beim ZDF-Morgenmagazin

Foto: Kulturring

Berlin. Nieselregen. Vier Grad. Entsprechend sehnsüchtig blicken wir auf den Wachmann, der gnadenlos pünktlich erst um 7.45 Uhr das Gitter zum ZDF-Eingang hochfährt. Da sind wir, acht Bundesfreiwillige aus den Standorten Mitte, Pankow und Spandau und deren Einsatzstellenleiter*in, zusammen mit knapp 50 anderen neugierigen Besuchern schon vom Warten durchgefroren. Der Bildungstag der Bufdis führt am 19. November ins ZDF-Hauptstadtstudio in den Zollernhof, in der Straße „Unter den Linden“ 36-38. Und gleich in die nächste Warteschlange – Einlasskontrolle mit Personalienüberprüfung, gruppenweise. Dann zur Garderobenschlange, ja, auch die...

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Thomas Sefzig:

Baume Creatives: Ross Abel

Foto: privat

Journalistik wollte er studieren, das war sein Traumberuf. Wie bei vielen anderen wurde aber auch bei ihm nichts daraus. Aufgewachsen in der DDR, mochte er den Systemkonformismus nicht. Keine Jugendweihe, keine Parteizugehörigkeit – daher konnte Ross kein Abitur machen. Man schlug ihm vor, Elektriker zu werden. Ross trug das alles mit Fassung, beschwert sich auch heute nicht über die zerstörten Chancen und Träume. Bodenständig wie er ist, machte er seine Ausbildung und bekam Anfang der 1980er Jahre einen guten Job bei der MITROPA. Wäre die Wende nicht gekommen, würde er dort wohl heute noch arbeiten – der Job gefiel ihm.

Er war gerade nach...

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Gerhard Zaucker, Inge Gräber:

Aus OstArt wird ein freier Kunstraum

Foto: Christian Reichelt

Die Galerie OstArt in Lichtenberg, seit 1996 eine Einrichtung des Kulturrings, wird im neuen Jahr 2019 ein neues „Gesicht“ mit neuen Inhalten und einen neuen Namen erhalten. Was bleibt sind die noch leeren Räumlichkeiten in der Giselastraße 12. Die bislang dort mit ansässige Geschäftsführung des Kulturrings in Berlin e.V. ist im Dezember in die Ernststraße 14-16 in Berlin-Baumschulenweg umgezogen.

Die Überlegungen für ein neues Konzept laufen unter der Überschrift „Freier Kunst-/ Projektraum Lichtenberg“. Sie sind noch nicht ganz abgeschlossen. Ein erstes Treffen mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bezirk hat bereits stattgefunden, bei...

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